Botanische Merkmale
Den Apfelbaum kennen wir doch alle. Wer ist nicht schon auf einem herumgestiegen, hat die Blüten im Frühjahre bewundert oder sich auf die ersten Früchte gefreut.

Er trägt den lateinischen Namen Malus domestica. Was wörtlich übersetzt – angeblich, ich hatte nie Latein – „gezähmter Apfel“ oder „häuslicher Apfel“, heißt und auf seine jahrtausendealte Kultivierung durch den Menschen hinweisen soll.
Spannend ist, dass er zur Familie der Rosengewächse oder Rosaceae gehört, wie auch die Himbeere, die Birnen, die Erdbeeren, viele andere Früchte und eben auch die Rosen.
Der Bäume werden zwischen 3 und 10 Metern hoch, entwickelt eine breite, Krone, bildet im Frühjahr dichte Büschel aus weißen bis rosafarbenen Blüten aus und werden bis zu 80 Jahre alt.

Mythologie
Kaum ein Baum ist in europäischen Mythen so stark verankert wie der Apfelbaum.
So taucht er schon im Paradies auf, in der nordischen Mythologie bewahren die Äpfel der Göttin Idun die Jugend der Götter.
In der griechischen Mythologie wachsen auf der Insel der Hesperiden goldene Äpfel, die Unsterblichkeit verleihen und der Krieg um Troja startet als Paris den Apfel für die schönste Frau an Aphrodite reicht.
Auch in der nordischen und keltischen Mythologie taucht der Apfel auf. In der nordischen mit der Göttin Idun welche die Äpfel bewahrt durch die die Götter ihre ewige Jugend behalten und keltische Sagen beschreiben Avalon als „Insel der Äpfel“, einen mystischen Ort der Heilung und des Übergangs.
Auch in germanischen Überlieferungen gilt der Apfel als Symbol von Liebe, Fruchtbarkeit und Erneuerung. In Form des Reichsapfels verbindet er die weltliche und die geistliche Macht.
Eine starke Sache, dieser Apfel.
Der Apfelbaum als Heilpflanze
Wer kenn ihn nicht, den Spruch „An apple a day, keeps the doctor away“.

In der traditionellen Volksheilkunde gelten Blüten, Blätter und Früchte als leicht entzündungshemmend wirken und Äpfel selbst werden gegessen um die Verdauung zu regulieren, während die Blüten in Teemischungen eingesetzt werden.
Räuchertraditionen

Dass man mit dem Apfel auch räuchern kann, habe ich erst im vergangenen Jahr entdeckt.
Der Rauch von getrockneten Apfelblättern ist mild und leicht süßlich. Er hat eine leichte frische Note und ich empfinde ihn als eher unaufdringliches Räucherkraut.
Als Wirkung wird ihm zugeschrieben, dass er:
- Die emotionale Atmosphäre klärt und beruhigt.
- Innere Ruhe und Zentrierung fördert.
- Unterstütz bei Übergängen und Wandlungsprozessen.
- Die Herzenergie schützt und die eigene intuitive Wahrnehmung fördert.
Räuchermischung „Abschluss & Neubeginn“
Das war in diesem Jahr meine Mischung für den 1. Januar und auch für das Ende der Raunächte.
Zutaten:
Apfelblätter (getrocknet), Königskerze und Fichtenharz.
Die Königskerze gibt noch Licht, Segen und Schutz und das Fichtenharz hat neben der Klarheit und der Erdung noch die Tendenz alte Wunden zum Heilen ans Licht zu holen.