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FiYouna 2025 – Zwischen Hochdruck und Stille

Jahresrückblick 2025 und Ausblick

Könnt ihr euch 1000 bar vorstellen? Ehrlich gesagt, ich kann es nicht.

Eine Mineralwasserflasche hat um die fünf Bar. Hast du schonmal eine zu schnell aufgemacht?

Ein Fahrradreifen hat, je nach Rad zwischen 2 bis zu 8bar. Ist dir schonmal ein Mantel geplatzt? Mir noch nie. Ich kenne nur Geschichten.

Hast du vielleicht einen Gasgrill? Dann haben diese Flaschen einen Betriebsdruck von 7-8bar. Damit nichts passieren kann ist die Flasche auf 30 bar ausgelegt. Würde sie trotzdem bersten und du stündest so 50 cm davor, sind ernsthafte Verletzungen sehr wahrscheinlich.

Wohlgemerkt das sind 30 bar und Propan. Nicht Wasserstoff.

In meinem Hauptberuf ging es die letzten Jahre um Anlagen, die auf 1000 bar Wasserstoff ausgelegt sind. Ein Gas, so leicht und flüchtig, dass es durch kleinste Spalte entweicht. Ein Stoff, der nur einen winzigen Impuls braucht, um sich zu entzünden.

Unsichtbar. Geruchlos. Hochreaktiv.

Arbeiten mit Wasserstoff heißt: absolute Konzentration. Jeder Handgriff sitzt. Sicherheit ist kein Extra, sondern Voraussetzung. Gedanken dürfen nicht abschweifen. Fehler haben hier kein „wird schon“.

Soweit zum Alltag der Ingenieurin.

Und parallel dazu entstand FiYouNa.

Während ich tagsüber mit Hochdrucksystemen arbeite, mit klaren Abläufen und maximaler Aufmerksamkeit, habe ich mir einen zweiten Raum geschaffen. Einen, in dem es nicht um Kontrolle geht, sondern um Wahrnehmung. Um Naturerleben. Um Räuchern als Weg in die Stille – dorthin, wo der Kopf langsamer wird und innere Prozesse wieder hörbar werden.

FiYouNa begann als offene Idee. Natur war wichtig, Persönlichkeitsentwicklung auch. Wie beides zusammengehört, wusste ich noch nicht. Erst im Laufe des Jahres wurde klar: Genau dieser Gegensatz ist mein Weg. Technik und Intuition. Hochdruck und Loslassen.

Und zum Loslassen gehört für mich das Räuchern von Pflanzen. Es ist für mich kein Ritual, mmh… vielleicht ist es ja doch ein Ritual. Es bringt mich in die Stille. Zuerst das Aussuchen der Pflanze. Welche soll es den heute sein. Welche Wirkung erwarte ich?
Nicht dass die Wirkung, die ich erwarte, dann immer die ist, die ich dann erhalte. Pflanzen haben ihren eigenen Humor, ihre eigenen Absichten.

Dann das Vorbereiten. Meist räuchere ich mit nur mit einem Sieb über einem Teelicht. Bereite dies vor und suche mir einen Ort, der für diesen Moment passt. Und das bringt Ruhe in den Körper, öffnet einen anderen Zugang als Denken allein. Eröffnet neue Möglichkeiten.

FiYouNa ist aus diesem Spannungsfeld entstanden.

Zwischen 1000 bar Wasserstoff – und der Stille danach.

Lernen heißt auch scheitern

Ein großer Teil des Jahres war geprägt von meiner Coachingausbildung. Üben, reflektieren, ausprobieren. Und dann kam im Frühjahr das Durchfallen bei der ersten Prüfung. Das war erst mal ein ordentlicher Dämpfer fürs Ego.

Gleichzeitig war es ein ehrlicher Lernpunkt. Nicht alles geht beim ersten Mal. Und genau dieses Dranbleiben, dieses Weiterlernen trotz Rückschlägen, gehört für mich dazu. Vielleicht ein bisschen Sturheit … Nein. Ganz bestimmt eine gehörige Portion Sturheit. Sag mir „das geht nicht“ und ich laufe in Hochform auf, um einen Weg zu finden, dir das Gegenteilt zu beweisen.

Geht nicht – gibt’s nicht. Schon auch mein Lebensmotto.

Vielleicht ein bisschen mehr als nur eine „Portion“ Sturheit die da mitschwingt.

Sichtbar werden

Ende April ging die Webseite von FiYouNa dann online.

Texte, Bilder, Struktur – plötzlich war das, was bisher eher innerlich existiert hatte, öffentlich. Auch wenn die Reichweite noch klein war: Allein dieser Schritt hat etwas verändert. Die Inhalte standen da. Öffentlich. Sichtbar

Mit der Webseite begann sich auch etwas zu sortieren:
Was gehört wirklich hierher?
Was ist nur nett – und was ist wesentlich?

Und immer intensiver arbeitete ich an der Frage: „Warum tue ich das? Was will ich damit erreichen?“

Natur, Räuchern und innere Räume.

Über den Sommer und besonders im Herbst wurde mir immer klarer, was mein roter Faden ist:

Das, was an sich mein gewählter Name schon sagt.
Find yourself in nature. Finde dich selbst in der Natur.

Die Verbindung von Naturererleben und Persönlichkeitsentwicklung. Bei letzterem kommen die Coachingelemente ins Spiel. Und dabei auch die Methode nach der ich ausgebildet wurde, die der liegenden Acht von Christina und Walter Hommelsheim. Wenn dich das genauer interessiert, lies gerne mal in meinem Blogartikel hier nach. Kurz gesagt geht es immer darum, all das, was gerade in uns da ist, zu akzeptieren und die Gefühle da sein zu lassen.

Und wo geht das besser als in der Natur. Im Freien. In der Stille.

Wenn du das Summen der Wildbienen hörst, die Fische die springen, den Wind in den Blättern.

Wenn du in den Waldboden leicht einsinkst beim Laufen, das Moos nass unter den Füßen spürst oder mit den Füßen im See stehst.

Wenn dir der Wind die Haare zerzaust, er mit deinem Gleichgewicht spielt, dir die Worte von den Lippen bläst.

Wenn du dem Schrei der Rabenkrähen zuhörst, dem selbstbewussten Ruf der Amsel, dem Quaken der Frösche, dem Käuzchen in der Nacht oder dem Knacken des Holzes unter deinem Fuß.

Wenn du die Tannennadeln riechst, den Duft der Rose, den etwas überwältigenden Geruch dieses großen Bärlauchfeldes oder einfach nur den Geruch der Natur nach einem dieser starken Regengüsse.

Geht es dir wie mir? Fühlt sich das richtig an? Als ob es so sein sollte? Wie heimkommen?

Wie passt das Räuchern dazu?

Räuchern ist für mich kein Zusatz und kein Ritual, das „auch noch“ dazugehört. Es ist der Punkt, an dem sich vieles verbindet.

In meinem Alltag als Ingenieurin ist der Kopf permanent aktiv. Analysieren, bewerten, absichern. Das ist notwendig – und oft auch anstrengend. Räuchern schafft einen bewussten Gegenpol dazu. Der Rauch, der Geruch, das langsamer Werden verändern etwas. Nicht spektakulär, aber spürbar.

Beim Räuchern geht es nicht darum, etwas zu erreichen. Es geht darum, stiller zu werden. Der Kopf tritt einen Schritt zurück, Wahrnehmung rückt nach vorne. Genau dort entsteht Zugang zu Themen, die sich über reines Nachdenken oft nicht zeigen.

Deshalb ist Räuchern für mich ein Türöffner. Es bereitet einen inneren Raum, in dem Coaching-Impulse wirken können – nicht erklärend, sondern erfahrbar. In meinen Kursen ist es oft der Moment, in dem Menschen merken, dass sie nicht mehr „arbeiten“, sondern wahrnehmen.

Räuchern bringt mich aus dem Funktionsmodus heraus. Und genau deshalb passt es so gut zu dem, was FiYouNa geworden ist.

Meditation als verbindendes Element

Fast automatisch haben sich Meditationen als fester Bestandteil meiner Arbeit etabliert.

  • Weil sie mir selbst so wichtig sind.
  • Weil ich sie selbst täglich nutze.
  • Weil ich diesen Moment, wenn der Verstand – endlich, endlich mal die Klappe hält – so liebe.

In den Meditationen geht es mir vor allem um eines: dem Unbewussten Raum zu geben.

Viele Themen lassen sich denken, analysieren und besprechen – und bleiben trotzdem unverändert. In der Meditation verschiebt sich der Fokus. Der Kopf wird leiser, die Aufmerksamkeit richtet sich nach innen. Genau dort beginnt etwas neues.

Nach dem Räuchern ist dieser Zugang oft leichter. Wahrnehmung ist offener, Bilder, Empfindungen oder innere Bewegungen zeigen sich, ohne dass sie bewusst gesucht werden. Das Unbewusste kommt zu Wort – nicht laut, nicht eindeutig, aber oft sehr klar.

Die Meditationen greifen Coaching-Themen auf, ohne sie zu erklären. Sie stellen einen inneren Raum zur Verfügung, in dem sich Zusammenhänge zeigen dürfen. Was auftaucht, wird nicht bewertet und nicht interpretiert. Es geht nicht um richtige Antworten, sondern um das Fühlen der eigenen Wahrheit.

Klarheit statt Mission

Was sich ebenfalls deutlich für mich gezeigt hat:
Ich will niemanden „retten“ oder aktiv helfen. Das ist nicht mein Anspruch.

Mein Warum ist ein anderes:

  • Ich lerne gern.
  • Ich probiere Dinge aus.
  • Ich teile, was mir selbst geholfen hat.

FiYouNa ist kein Versprechen auf Lösungen. Es ist eine Einladung zu Impulsen. Was du daraus machst, bleibt dir überlassen.

Ich kann dir auch nicht sagen, ob mein Weg richtig ist. Es ist nur mein Weg. Der Weg,der für mich richtig ist.

Der erste Kurs – und die Bestätigung

Mit meinem ersten Onlinekurs HerbstWende im November wurde vieles sehr viel praxisnaher. Und fragt bitte nicht wie ich geschwitzt habe, bis die Struktur stand, ich wusste, wie ich die täglichen Mails verschicke, mir klar war was logisch zusammenpasst. Wie die Technik sich von Mal zu Mal entwickeln durfte.

Pflanzenwissen, Räuchern, Mythen, Meditationen und Coaching-Impulse haben sich zu einem stimmigen Ganzen verbunden. Für mich war das eine wichtige Bestätigung: Dieser Weg trägt.

Wo FiYouNa jetzt steht

Am Ende des Jahres ist FiYouNa kein fertiges Konzept.
Aber es ist klarer:

  • Coaching, eingebettet in Naturerfahrung
  • Räuchern als Zugang, nicht als Deko
  • Meditation als verbindendes Element
  • Impulse statt Anleitungen

Weiß ich heute schon genau, wohin ich will: Nein.

Weiß ich es besser: Ja.

Und genau daraus darf FiYouNa weiterwachsen.

Und vielleicht ist genau das der rote Faden zwischen 1000 bar Wasserstoff und der Stille in der du bist wenn du gerade den Beifuß verräucherst:

In beiden Bereichen geht es um Achtsamkeit. Um Präsenz. Um das Wissen, dass Unaufmerksamkeit Folgen hat – und dass Stille manchmal der sicherste Raum ist.

Wo geht es 2026 hin

2026 wird das Jahr, in dem FiYouNa weiter Form annimmt.

Aus HerbstWende wird NaturWende: ein Onlinekurs, der tiefer geht, klarer wird und all das verbindet, was sich in den letzten Jahren bewährt hat – Naturwissen, Räuchern, Meditationen und Coaching-Impulse. Alles, was ich gelernt habe, fließt hier zusammen.

Besonders freue ich mich auf ein neues Kapitel: ein erstes Live-Wochenende im September. Von Donnerstag bis Sonntag werden wir gemeinsam auf einem Naturzeltplatz sein. Draußen, einfach, nah an der Natur.

Wir kochen am Feuer – mit Lebensmitteln, die wir zum Teil selbst gesammelt haben. Wir sind gemeinsam unterwegs, nehmen uns Zeit für Räuchern und Meditationen und erleben, was entsteht, wenn Menschen ein paar Tage bewusst zusammen sind. Ohne Druck, ohne Zielvorgaben, aber mit viel Raum.

Dieses Wochenende soll Lust machen auf Natur, auf Stille und auf echtes Erleben. Auf drei Tage, die tragen – und vielleicht etwas in Bewegung bringen, das über das Wochenende hinauswirkt.

Es wird von 24. – 27. September stattfinden und wenn du Lust hast dabei zu sein, dann melde dich gerne auf der Warteliste an.

Es wird ein spannendes Jahr. Ich freue mich darauf.

Und ich wünsche euch allen auch ein wunderbares, spannendes Jahr 2026.